So misst du ein Fenster korrekt
1. Breite messen
- Innen von Mauerwerk zu Mauerwerk messen
- Oben, Mitte und unten messen
- Das kleinste Maß verwenden
2. Höhe messen
- Links, Mitte und rechts messen
- Vom unteren Anschlag/Fensterbankanschluss bis oben messen
- Wieder das kleinste Maß nehmen
3. Einbauluft beachten
Für den Fenstereinbau braucht man rundherum etwas Luft:
- meistens ca. 10–15 mm pro Seite
- abhängig von Montageart und Baukörper
Beispiel:
- Gemessen: 1200 × 1400 mm
- Bestellmaß oft: ca. 1170–1180 × 1370–1380 mm
4. Wichtig bei Altbau
Alte Öffnungen sind oft:
- schief
- nicht im Winkel
- unterschiedlich breit
Deshalb immer:
- diagonal messen
- Wasserwaage prüfen
- mehrere Messpunkte nehmen
5. Rollladen mitmessen
Wenn Rollläden vorhanden sind:
- Kastenhöhe prüfen
- Führungsschienen messen
- Platz für neuen Rahmen beachten
6. Häufige Fehler
- Nur einmal messen
- Putz statt Mauerwerk messen
- Keine Montagefuge einplanen
- Fensterbankanschluss vergessen

Warum das richtige Aufmaß so wichtig ist
Beim Kauf neuer Fenster werden die Elemente individuell nach Maß gefertigt. Grundlage dafür ist das sogenannte Bestellmaß. Dieses ergibt sich aus der vorhandenen Fensteröffnung beziehungsweise dem alten Fenstermaß abzüglich der benötigten Montagefuge.
Ist das Fenster zu groß, kann es sich nicht fachgerecht einsetzen lassen. Ist es zu klein, entstehen zu große Zwischenräume, die später aufwendig abgedichtet werden müssen. Ein sorgfältiges Aufmaß hilft daher, Fehlbestellungen zu vermeiden und eine saubere Montage vorzubereiten.
